Um deine IT zu schützen, ist es wichtig gezielte Maßnahmen zu treffen, die im Vorfeld geplant werden und einer stetigen Kontrolle unterliegen. Im klassischen Verständnis hat IT-Sicherheit drei wesentliche Ziele: Daten zu schützen, die Integrität von Informationen und Systemen zu bewahren und die Verfügbarkeit aufrechtzuerhalten.

Dass kein Unternehmen heute mehr um eine umfassende IT-Sicherheit herumkommt, zeigen die besorgniserregenden Zahlen der Cyberkriminalität, wie im Bundeslagebild Cybercrime 2022 verdeutlicht: So wurden im letzten Jahr rund 136.865 Fälle registriert, wobei sich die entstandenen Schäden auf rund 203 Milliarden Euro beliefen.[1] In einer weiteren Studie 2023 gaben 58 Prozent der befragten Unternehmen an, mindestens einmal von einer Cyber-Attacke betroffen gewesen zu sein.[2]

Damit du für 2024 gewappnet bist, zeigen wir dir in diesem Beitrag, worauf es bei der IT-Sicherheit ankommt und wie du diese orientiert an der aktuellen Lage gestalten solltest.

Was macht IT-Sicherheit so wichtig?

Wie eingangs bereits erwähnt, ist einer der Hauptgründe, warum IT-Sicherheit für Unternehmen so wichtig ist, die hohe Zahl der Cyberangriffe. Hackerangriffe werden immer ausgeklügelter und reichen von der Störung der Betriebsabläufe über Diebstahl sensibler Daten bis zur Erpressung durch Ransomware. Insbesondere die Folgen sollten dabei nicht unterschätzt werden: finanzielle Verluste, Schädigung des Images und rechtliche Konsequenzen. In ärgsten Fällen steht sogar die gesamte Unternehmensexistenz auf der Kippe.

Ein weiterer zentraler Aspekt, warum IT-Sicherheit für Unternehmen so wichtig ist, liegt im Schutz von sensiblen Daten begründet. Täglich werden Unmengen an Informationen, darunter persönliche Angaben von Kunden, Finanzberichte und Geschäftsgeheimnisse, in Unternehmen verarbeitet, verschickt und gespeichert. Geraten diese durch Cyberangriffe in die falschen Hände, ist die Konsequenz nicht nur finanzieller Natur, sondern gefährdet vor allem die Integrität eines Unternehmens. In diesem Zusammenhang sollte auch die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) Erwähnung finden, denn auch rechtlich gesehen, kommt der IT-Sicherheit eine große Verantwortung zu. Das Einhalten der strengen Datenschutzgesetze und Richtlinien wird vorrangig erst durch die Unterstützung einer soliden IT-Sicherheitsstrategie möglich.

Mittels einer starken IT-Sicherheit sinkt das Risiko, dass Geschäftsprozesse selbst im Fall eines versuchten Cyberangriffs gestört werden. Stattdessen sorgen effektive Sicherheitsstrategien und Notfallpläne dafür, dass Workflows reibungslos weiterlaufen. Letztlich sparst du mit einer gezielten IT-Sicherheit Kosten. Die Behebung von Sicherheitsvorfällen ist oft um ein Vielfaches höher als die Investition in präventive Sicherheitsmaßnahmen. Indem du in IT-Sicherheit investierst, vermeidest du nicht nur potenzielle Geldstrafen und rechtliche Konsequenzen, die mit Datenverletzungen einhergehen können, sondern auch die direkten und indirekten Kosten, die durch Betriebsunterbrechungen entstehen können.

Warum verändert sich IT-Sicherheit?

Ganz einfach: IT ist dynamisch. Ob bei dir im Unternehmen oder bei Cyberkriminellen. Diese entwickeln kontinuierlich neue Techniken und Tools, um Sicherheitsmechanismen zu umgehen, Daten zu stehlen und den Menschen hinter den Technologien auszutricksen. Ransomware-Angriffe, Phishing-Kampagnen und Advanced Persistent Threats (APTs) werden immer raffinierter. Das bedingt natürlich, dass sich auch die IT-Sicherheit ständig weiterentwickeln muss, um Schritt zu halten. Aktualisierung bestehender Sicherheitsmaßnahmen sind nötig, aber vor allem kommt es auf die Gestaltung neuer Strategien an, die eben jene neuen Bedrohungen erkennen und darauf reagieren können.

Ein weiterer Grund ist das Aufkommen neuer Technologien wie Cloud-Computing, dem Internet der Dinge (IoT) und Künstlicher Intelligenz (KI). Die digitale Transformation erweitert die Möglichkeiten, die Unternehmen heute bereits zur Optimierung Ihrer Geschäftsprozesse haben und in Zukunft haben werden. Die Kehrseite der Medaille: Neue und erhöhte Sicherheitsrisiken. Zum Beispiel führt die zunehmende Vernetzung von Geräten im IoT zu einer größeren Angriffsfläche, die von Cyberkriminellen ausgenutzt werden kann. IT-Sicherheitsmaßnahmen müssen diese Tatsache berücksichtigen und in der Lage sein, darauf eine Antwort zu liefern.

Die 5 Sicherheitstrends in der IT für 2024

Nun weißt du, warum IT-Sicherheit so wichtig ist und warum es einer laufenden Anpassung dieser bedarf. Nun schauen wir uns mit den fünf Sicherheitstrends 2024 an, wie diese in der Praxis aussieht und was du beachten musst.

Neue EU-Richtlinie zur Netz- und Informationssicherheit (NIS2)

Angesichts der zunehmenden Cyberbedrohungen hat der Gesetzgeber die Einführung der EU-Richtlinie zur Netz- und Informationssicherheit (NIS2) beschlossen. Stichtag des Inkrafttretens ist Oktober 2024. Die beschlossenen Maßnahmen haben das Ziel, die Cybersicherheit in der EU nachhaltig zu verbessern. Wie bereits mit der Einführung der DSGVO stellt die Vorbereitungen auf NIS2 viele Unternehmen vor große Herausforderungen. Allerdings drängt die Zeit, denn wer die Richtlinie missachtet, riskiert Bußgelder von bis zu 10 Millionen Euro oder 2 % ihres globalen Jahresumsatzes.

Zusätzlich wird der Digital Operational Resilience Act (DORA) für den Finanzsektor der EU eingeführt. Hier sollten sich Betroffene den Januar 2025 merken. DORA zielt speziell darauf ab, den Finanzmarkt der EU gegen Cyberrisiken abzusichern. Letztlich wurde der ISO-Standard ISO 27001 Annex 9 bereits im Oktober 2022 gemäß den neuen Anforderungen an Informationssicherheits-Management aktualisiert. Unternehmen müssen ihre Zertifizierungen innerhalb von drei Jahren an die neuen Vorgaben anpassen.

Neue Anforderungen an die Cybersicherheit

Im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung haben sich Cyberkriminelle zunehmend professionalisiert. Nicht nur ihre Methoden sind deutlich graduierter, auch ihr strukturelles Vorgehen ist mittlerweile auf einem hohen Niveau. Insbesondere, wenn sie sich in ganzen Gruppen organisieren. Laut einem Bericht von Bitkom etwa ist mittlerweile jedes zweite Unternehmen von Ransomware-Angriffen betroffen. Dabei nutzen professionelle Cyberangreifer moderne Modelle wie „Ransomware-as-a-Service“. Schon unlängst reichen traditionelle Sicherheitsmaßnahmen wie Firewalls und Virenscanner bei Weitem nicht mehr aus, um IT-Sicherheit zu gewährleisten. Moderne Sicherheitskonzepte zeigen sich mit Zero Trust und SASE. Ergänzend sind ein kontinuierliches Monitoring und schnelle Reaktionslösungen zentrale Bestandteile jeder IT-Sicherheit.

Unternehmen, die intern nicht über die nötigen Ressourcen verfügen, sollten externe Sicherheitspartner wie uns von ZECH·IT hinzuziehen, um angemessen auf Bedrohungen zu reagieren.

2024 stehen vor allem drei potenzielle Gefahren im Mittelpunkt:

1. KI-basiertes Phishing

Cyberkriminelle nutzen fortschrittliche KI, um personalisierte Phishing-Angriffe effektiver zu gestalten. KI-Algorithmen ermöglichen es ihnen, große Datenmengen zu analysieren und daraus maßgeschneiderte Phishing-E-Mails zu generieren. Diese können den Schreibstil einer vertrauten Person imitieren, wodurch die Unterscheidung zwischen legitimer und bösartiger Kommunikation erheblich erschwert wird.

2. Zero-Click-Phishing

Beim Zero-Click-Phishing werden Schwachstellen in Software ausgenutzt, um Malware zu verbreiten, ohne dass eine Aktion des Nutzers, wie das Anklicken eines Links oder das Öffnen eines Anhangs, erforderlich ist. Das erhöht die Effektivität von Angriffen, da keine Benutzerinteraktion benötigt wird, um schädliche Codes zu übermitteln.

3. Deepfake-basierte Angriffe

Die Verwendung von Deepfake-Technologie zur Erstellung authentisch wirkender Audio- oder Videonachrichten durch KI und maschinelles Lernen stellt eine vollkommen neue Bedrohung dar. Angreifer setzen diese Technik ein, um durch die Übermittlung gefälschter Nachrichten, die visuell und akustisch überzeugend sind, Mitarbeitende dazu zu verleiten, sensible Informationen preiszugeben oder unbewusst schädliche Handlungen auszuführen.

Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen in der Cybersicherheit

Allerdings wird Künstliche Intelligenz 2024 auch zum Verbündeten von IT-Sicherheit. Die Integration von KI und ML in die Cybersicherheit ermöglicht es, schneller und zielsicherer Anomalien oder Muster in Datenverkehr und Benutzerverhalten zu identifizieren und potenzielle Bedrohungen zu erkennen. Innovative Technologien tragen dazu bei, die Zeit bis zur Erkennung (Time to Detect, TTD) und die Zeit bis zur Reaktion (Time to Respond, TTR) auf Sicherheitsvorfälle signifikant zu reduzieren. KI-gestützte Systeme können zudem adaptive Sicherheitsmaßnahmen implementieren, die in Echtzeit Bedrohungen erkennen und automatisiert entschärfen. Allerdings erfordert der Einsatz auch eine kontinuierliche Datenpflege und das Training der Modelle, um Fehler zu minimieren und die Genauigkeit zu verbessern.

Fokus auf Zero Trust-Architekturen

Mit der Implementierung einer Zero Trust-Architekturen muss auch ein Paradigmenwechsel in der Sicherheitsstrategie einhergehen. Anstatt Sicherheit ausschließlich am Netzwerkperimeter zu etablieren, werden Sicherheitsprüfungen auf Mikroebene durchgeführt. Sprich, jede Anfrage gilt als potenzielle Bedrohung. Damit gehen wiederum strenge Authentifizierung und Autorisierung für jede Ressource und jeden Dienst einher, unabhängig vom Standort des Benutzers. Zero Trust ist in der Umsetzung sehr komplex, allerdings in Hinblick auf die IT-Sicherheit auch besonders effektiv.

Erweiterte Cloud-Sicherheit

Da 2024 immer mehr Unternehmen auf Cloud-Dienste setzen, müssen sie letztlich auch ihre Cloud-Sicherheitsstrategien verstärken. Dies beinhaltet etwa die Implementierung von Sicherheitskontrollen, die speziell für die Cloud konzipiert sind, z.B. die Verschlüsselung von Daten in Ruhe und im Transit, die Verwendung von Multi-Faktor-Authentifizierung und die Etablierung von Identitäts- und Zugriffsmanagementlösungen. Darüber hinaus müssen Unternehmen Cloud-spezifische Bedrohungen wie Fehlkonfigurationen und ungesicherte APIs adressieren, die zu Datenlecks führen können. Eine effektive Cloud-Sicherheitsstrategie erfordert eine enge Zusammenarbeit mit Cloud-Anbietern und möglicherweise den Einsatz von Cloud-Sicherheitsposturenmanagement-Tools (CSPM), um die Konfiguration von Cloud-Ressourcen kontinuierlich zu überwachen und zu verwalten.

2024: IT-Sicherheit auslagern

Unser Tipp: Stell dich und dein Unternehmen 2024 in Hinblick auf die IT-Sicherheit gut auf. Die Zeiten innerhalb von Netzwerken werden anspruchsvoller und riskanter – zumindest ohne den richtigen Schutz.

Gerne nehmen wir uns deiner IT-Umgebung an, führen eine gründliche Analyse direkt bei dir vor Ort durch und bringen die neuesten Sicherheitstechnologien in deine IT-Infrastruktur. Unser Ziel ist es, deine Datensicherheit auf das nächste Level zu heben. Dazu beraten wir dich individuell und umfassend und stellen darauf basierend den Schutz vor Datenverlust und unbefugtem Zugriff sicher, sodass du ebenso alle Anforderungen der DSGVO erfüllst.

Unser 24/7-Monitoring spürt Bedrohungen frühzeitig auf und verhindert, dass diese überhaupt erst einen Schaden anrichten. Dank unserer verlässlichen Datensicherungsstrategien kannst du darauf vertrauen, dass deine Daten jederzeit sicher wiederhergestellt werden können.

Kurz gesagt: Wir stehen dir zur Seite, um deine IT-Infrastruktur sicher und leistungsfähig zu machen, damit du dich voll und ganz auf deine Geschäftsprozesse konzentrieren kannst.


[1] https://www.bka.de/DE/Presse/Listenseite_Pressemitteilungen/2023/Presse2023/230816_PM_BLB_Cybercrime.html

[2] https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1230157/umfrage/unternehmen-die-in-den-letzten-12-monaten-eine-cyber-attacke-erlebt-haben/#:~:text=Unternehmen%2C%20die%20in%20den%20letzten,Cyber%2DAttacke%20erlebt%20haben%202023&text=Eine%20weltweit%20durchgeführte%20Umfrage%20aus,einer%20Cyber%2DAttacke%20geworden%20waren.